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25.08.2011

Zwei äusserst interessante Besichtigungen durch die Altersabteilung
am 25. August 2011
Am Donnerstag den 25.08., sind um ca. 07:30 Uhr, zwei MTW‘s mit Kameraden der Altersabteilung Küssaberg, das heisst aus Dangstetten, Bechtersbohl, Rheinheim und Kadelburg, aufgebrochen, um sich zwei Betriebe anschauen welche über den Heizstoff “Pellet“ eine Beziehung zueinander haben.
Erstes Ziel war das Säge- und Hobelwerk, mit integrierter Pelletfabrikation der Fa. Dold in Buchenbach, am oberen Anfang des Dreisamtales, bei Freiburg. Dort wollte man sich insbesondere auch über die Herstellung von Pellets, ein Heizstoff mit Zukunft, informieren. Der Chef persönlich, Herr Herbert Dold, begrüsste uns und führte kurz in die Geschichte der Firma ein. Die Fa. Dold ist ein seit über 125 Jahren ortsansässiger Betrieb und ist umgeben von den Waldgebieten des südlichen Schwarzwaldes. Das verarbeitet Holz stammt aus Wäldern welche sich ca. 100 km um den Werksstandort befinden. Eine Stark- und Schwachholzsägelinie ermöglicht es rund 250‘000 m3/Jahr zu produzieren. Ca. 200 Mitarbeiter sind im Werk beschäftigt und stammen alle aus den umliegenden Gemeinden, wobei teilweise auch die Väter schon im Betreib beschäftigt waren. In diesem Zusammenhang verwies Herr Dold auch auf die enormen bürokratischen Hemmnisse mit welchen Firmen dieser Grösse heutzutage zu kämpfen hätten, wenn Betriebsabläufe zu ändern sind, weil neue Maschinen notwendig sind und damit auch Erweiterungen oder Vergrösserungen auf dem bestehenden Areal anstehen. Nach dieser Einführung liess es sich Herr Dold nicht nehmen uns persönlich die Sägerei zu zeigen. Im Bereich der Sägerei befinden sich zwei Rundholzplätze, die der Einteilung und Qualitätsbeurteilung des ankommenden Rohstoffes Holz dienen. Es wird ausschließlich Nadelholz verarbeitet, im Schwerpunkt Fichte und Weißtanne. Per Computer wird die max. Ausnutzung des Stammes, bezogen auf die herzustellenden Querschnitte von Hölzern, festgelegt und die Stämme zerteilt. Der Verschnitt soll damit so gering wie möglich gehalten werden. Des Weiteren ist dem Sägewerk eine Trocknungsabteilung angeschlossen. Bei der Produktion entstehende Sägeresthölzer (Rindenmulch, Sägemehl und Holzhackschnitzel) werden an Gartenbaubetriebe und an die Holz- und Papierindustrie verkauft oder im Pelletwerk und Blockheizkraftwerk verwertet.
Das betriebseigene Blockheizkraftwerk wurde uns dann anschliessend durch den zuständigen Meister, Herr Walker, gezeigt und erklärt. Es ist selbstverständlich ökologisch sinnvoll mit den anfallenden Sägerestmengen ein Heizkraftwerk zu betreiben und Strom zu erzeugen. Als nächstes galt es nun sich über die Pelletfabrikation kundig zu machen. Die Anklage arbeitet mit 24-stündigem Betrieb rund um die Uhr. Die Nachfrage übersteigt zurzeit die Herstellung. Bei der Herstellung werden vorgetrocknete Holzreste (< 6 mm, ca. 7 -10 % Restfeuchte) und Sägemehl mit schweren Rollen durch eine Matrix gedrückt und erhalten so ihre charakteristische runde, stabile Form. Da einige Kameraden ihre Heizung bereits mit Pellets betreiben und andere Kameraden unter Umständen beabsichtigen eine derartige Heizung anzuschaffen, waren die Voraussetzungen für ausführliche Diskussionen und Rückfragen natürlich sofort gegeben. Schlussendlich musste dann doch auf die schon fortgeschrittene Zeit hingewiesen werden und Herr Dold liess es sich wiederum nicht nehmen uns persönlich zu verabschieden, jedoch nicht ohne uns noch die Arbeiten an dem Sonderauftrag zu zeigen an welchem Fa. Dold recht kurzfristig zu arbeiten hatte -> nämlich 2000 Holzbänke für den Papstbesuch in Freiburg. Aus den vorgesehenen 1,5 Std. Besichtigung bei Fa. Dold waren knapp 2,5 Std. geworden und es war höchste Zeit die nächste Station anzufahren.
Die zweite Station der vorgesehenen Besichtigungstour betraf das neu gestaltete FeuerwehrHotel in Titisee-Bruderhalde. Zunächst aber gaben wir der guten Küche des Hotels die Gelegenheit sich zu präsentieren. Vier Gerichte standen zur Auswahl und nachdem die Suppe und der Salat verzehrt waren, genoss man die vorzügliche Hauptspeise. Das eine oder andere Dessert wurde dann auch noch zu sich genommen.
Um 14:00 Uhr war der zuständige Betreuer für den Unterhalt der mechanischen Einrichtungen für uns zur Verfügung und er zeigt uns nicht ohne Stolz den neuen Eingangsbereich des Hotels, die Bar und die neuen, sehr komfortablen Zimmer im neuen Gebäude. Im Rundgang durch die Gebäude und Räumlichkeiten waren auch die technischen Einrichtungen enthalten und so landete man Ende auch in der Heizzentrale mit der Pelletheizung. Somit war der Kreislauf geschlossen und die Pelletsfreunde hatten wieder ihr Thema über Verbrauch, Kosten, Störungen an der Anlage und dergleichen. Auch hier musste schlussendlich dann doch auf die schon fortgeschrittene Zeit hingewiesen werden, da auch noch Kaffee und der Kuchen auf uns wartete.
So hervorragend gestärkt machen wir uns auf den Heimweg gen Küssaberg, nicht ohne dass sich verschiedene Kameraden, welche bisher über die Feuerwehr noch nicht im FW-Hotel waren, die entsprechenden Hausprospekte mitgenommen hatten.
Im Hirschen in Bechtersbohl gab es dann noch den Schlusshock bei dem wir den interessanten, informativen Tag nochmals bei einem Bier Revue passieren liessen. Gegen 19:30 Uhr wurde dann der allgemeine Aufbruch angekündigt und dann der Ausflug mit dem Versorgen der Fahrzeuge im Gerätehaus abgeschlossen.

Altersobmann: Joachim Zippel

PS: zur Erinnerung -- am 01. Oktober ist Treffen der Alterskameraden des Landkreis Waldshut in Lauchringen

 

 

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