Chronologie der Freiwilligen Feuerwehr Küssaberg Abt.Kadelburg
Auf Anregung des Landwirts Albert Herrmann fand am 8. Juni 1923 die Gründungsversammlung der freiwilligen Feuerwehr Kadelburg statt Anwesend waren außerdem der Bezirksfeuerlöschinspektor Roder aus Erzingen, Kommandant August Roder aus Dangstetten, sowie BürgermeisterThienger aus Kadelburg.Am 10. Juni 1923 unterzeichneten folgende Kameraden ihren Beitritt zur neugegründetenFeuerwehr Kadelburg:Albert Herrmann; Friedrich Auer; Hermann Bercher; Friedrich Berger; Wilhelm Bercher; KarlBercher; Emil Berger; Jakob Bercher; Wilhelm Groß(Blechners); Adolf Herrmann; JohannHaberstock; Eugen Haberstock; Wilhelm Herrmann; Jakob Hässig; Adolf Hässig; Rudolf Hässig; HeinrichHegmann; Andreas Hässig; Emil Hierholzer; Hermann Hässig; Emi Kaltenbacher; Jakob Kaltenbacher; Bernhard Preis; Kalisto Pedrolli; Jakob Ruf; Wilhelm Ruf;Robert Ruf; Anton Steinmann; Ludwig Schwär; Gustav Tritschler; Hermann Urban; Heinrich Groß; Alfred Zuber; Reinhard Zuber; Otto Würth; August Fehringer; Ludwig Stiegeier; Reimund Berger; Johann Dietsche; Richard Eckert; Albin Wild; Otto Fehringer; AndreasSchätzle; Willibald Oberst; Emil Mühlhaupt; Emil Herrmann; August Groß; Albert Eckert;Albert Bächle; Max Kaltenbacher; Josef Hierholzer; Wilhelm Groß(Ochsenwirt); Jakob Haberstock; Gotthelf Meier; Alfred Tiefert; Fridolin Ueckert; Fritz Hegmann; Franz Povoden;Friedrich G. Bercher; Heinrich Hässig; Josef Ebner und Ernst Auer. Mit Stimmenmehrheit wurden gewählt: Kommandant Albert Herrmann; Adjudant Alfred Zuber; 1, Obmann Johann Haberstock; 2.Obmann Johann Dietsche; sowie die Verwaltungsratsmitglieder Adolf Herrmann; Wilhelm Groß und Robert Ruf. Die Feuerwehr Dangstetten unter ihrem damaligen Kommandanten August Roderunterstützte die Probenarbeit der noch jungen Feuerwehr Kadelburg. Zu ihrem ersten Einsatz wurde die Feuerwehr Kadelburg am 21. August 1924 nach Dangstetten gerufen, wo das landwirtschaftliche Anwesen des Josef Leute in Flammen stand. Am 26. März 1925 um 9 Uhr wurde die Kadelburger Wehr zur Unterstützung nach Dangstetten zum Brand des Vierfamilienhauses mit Stall und Scheune der Familien Leute, Klauser, Maier und Schmidt gerufen. Den ersten Einsatz im eigenen Dorf bescherte der 11. November 1926, als bei Leopolt Ruf ein Brand ausbrach.In der Hauptversammlung am 19. März 1927 erklärte der Kommandant und Gründer Albert Herrmann seinen Rücktritt. Im Laufe der Versammlung konnte kein Nachfolger gefunden werden, so daß eine erneute Versammlung auf den 26. März 1927 festgelegt wurde. Als neuer Kommandant wurde Johann Haberstock gewählt. Bürgermeister Thienger dankte dem bisherigen Kommandanten Herrmann für seinegeleistete Aufbauarbeit während der Gründungsphase. Als neugewählter Bürgermeister übernahm Emil Oberst 1929 laut Statuten Sitz und Stimme im Verwaltungsrat von seinem Vorgänger Thienger. Im Februar 1930 schenkte der ehemalige Kommandant Albert Herrmann der Wehr"Hochsteiger" und "Dachleitern". An der Generalversammlung am 22. März 1930 betrug der Mannschaftsstand 59 Mann. DerKassenbericht wies ein Vermögen von 286,62 Mark aus. Im Laufe der Versammlung wurde Albert Herrmann für besondere Dienste zum 1. Ehrenkommandanten der Feuerwehr Kadelburg ernannt. In der Nacht vom ersten auf den zweiten Juni 1930 wurde gegen 1 Uhr nachts durch das Leuten der Kirchenglocken Alarm gegeben. Das Anwesen der Witwe Heinrich Groß stand inFlammen.Zur Unterstützung eilten auch die Feuerwehr Waldshut mit ihrer Motorspritze,sowie die Feuerwehr Dangstetten und eine Löschmannschaft aus Rheinheim herbei.
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Im Juli 1932 gratulierte die Feuerwehr Kadelburg der Feuerwehr Dangstetten zu ihrem umein Jahr verschobenen 60-jährigen Stiftungsfest. Schriftführer Friedrich G. Bercher überreichtedie Fahnenschleife zur Fahnenweihe.Mit Beginn des "Dritten Reiches" im Jahre 1933 änderte sich auch für die Feuerwehr Kadelburg die Probengestaltung und das öffentliche Auftreten. Mehr und mehr wurde der vormilitärische Drill in den Vordergrund gestellt. Am 22. Oktober 1933 brannte das Ökonomiegebäude des Feuerwehrkameraden Karl Berchers nieder. Auch hier war die Waldshuter Motorspritze im Einsatz.In der Generalversammlung am 10. März 1934 legte Kommandant Haberstock altershalbersein Amt nieder. Neuer Kommandant wurde Ernst Herrmann, ein Sohn des Gründers Albert Herrmann. Der Mitgliederstand betrug 60 Mann. Der seit Gründung tätige Schriftführer Friedrich G. Bercher legte sein Amt anläßlich der Generalversammlung am 26. März 1935 wegen Arbeitsüberhäufung nieder. Als neuen Schriftführer konnte das erst 1/2-stündige Mitglied Ludwig Hässig "überredet" werden. Er wurde aufgrund seiner Schulbildung für besonders geeignet gehalten.Kommandant Ernst Herrmann wurde erstmals seit Gründung der Wehr auf einen 10-tägigen Lehrgang nach Schwetzingen berufen. In den Frühjahrsproben 1935 wurde damit begonnen den sogenannten "Einheitsfeuerwehrmann" auszubilden. In der Probe vom 10. August 1935 wurde die Wehr durch Bezirksbrandmeister Zumkeller aus Grießen unter Augenschein genommen. Er zollte der Wehr und dem Kommando hohe Anerkennung für den Ausbildungsstand. Am 26. Juli 1936 nahm die Kadelburger Wehr unter Adjudant Johann Dietsche an den Kreiswettkämpfen in Waldshut teil und erreichte den 27. Platz von 47 teilnehmenden Wehren. In der Generalversammlung am 21, März 1937 wurde die Wehr laut Anordnung des Landesfeuerwehrverbandes neu eingeteilt, welches zu reger Diskussion führte. Die Wehr bildete eine Löschabteilung, der 45 Mann als Aktive und 7 Mann als Reserve angehörten. Am 19. März 1939 wurde die Kadelbuger Wehr durch den Kreisfeuerwehrführer Schmidt aus Waldshut besucht und geprüft. Die Prüfung unterteilte sich in Formal-und Gerätedienst,welcher zufriedenstellend erfogte. Im Anschluß wurde die Nachbarwehr in Dangstetten unter Augenschein genommen. Aus gesundheitlichen Gründen legte Ernst Herrman das Kommando am 22. März 1939 nieder. Als neuer Kommandant wurde Hans Haberstock bestellt, welcher jedoch 1940 zum Kriegsdienst eingezogen wurde.Die meisten Feuerwehrkameraden wurden zum Kriegsdienst eingezogen, so daß ab Mai 1941 mit 16-jährigen und auch mit weiblicher Unterstützung unter der Führung von Johann Dietsche der Feuerwehrdienst mehr schlecht als recht aufrechterhalten wurde. Mit dabei als"Jüngling" war damals auch unser heutiger Ehrenkommandant Armand Maier, bevor auch er noch zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Der Formaldienst stand vor dem Feuerwehrdienst an erster Stelle und wurde meistens sonntagsvormittags abgehalten. Durch den Krieg verlor die Wehr 19 Männer. Nach dem Zusammenbruch des "Dritten Reiches" war eine ordungsgemäße Weiterführung der Wehr unter der französischen Besatzung anfangs nicht möglich. Neun Mann war diefestgesetzte Stärke derWehr, welche keine vernünftige Brandbekämpfung zu ließ. Nach einer Lockerung dieser Regelung durch die Besatzer konnte der Mannschaftsstand auf 20 Mann angehoben werden. Albert Merkert führte in dieser Übergangszeit das Kommando, welches er jedoch frühzeitig abgab. |