Chronologie der Freiwilligen Feuerwehr Küssaberg Abt. Dangstetten
Am 10. Februar 1871 rief der damalige Bürgermeister Eduard Schmidt unsere Feuerwehr ins Leben. Die Gründungsmitglieder laut Stammliste waren:Eduard Schmidt, Kommandant (Kaufmann); Robert Juchler, Adjudant (Landwirt);Dionis Klauser, Obmann (Landwirt); Gustav Teufel, Hydrantenmeister(Küfer); Peter Maurer (Landwirt); Friderich Mülhaupt I, Obmann (Landwirt); Alban Mülhaupt (Landwirt); Xaver Roder (Landwirt); Blasius Juchler (Landwirt); Adolph Roder (Landwirt); Ferdinand. Schwärzle (Hüther); Friderich Geiler (Steinhauer) jWendolin Mülhaupt (Feldhüter); Georg Bauer (Hüther); Peter Roder (Ziegler); Stephan Maier, Obmann (Landwirt); Raphael Gehringer (Landwirt); Andreas Gutjahr (Landwirt); Julius Ritter (Schneider); Xaver Hafele (Zimmermann); Dionis Ebi, Spritzenmeister (Schmid); Friderich Mülhaupt IT (Landwirt); Wilhelm Roder (Weber); August Schmidt (Landwirt); Baptist Gutjahr (Straßenwart); Philipp Schmidt (Wirt); Johan Teufel (Wagner); Fidel Leute (Schreiner); Ferdinand Roder (Ratschreiber); Carl Teufel (Landwirt); Xaver Teufel (Schneider); Gustav Leute (Landwirt); Roman Ritter (Landwirt). Die Feuerwehr Dangstetten war im Besitz einer Stiftungsurkunde, die im Gasthaus Adler hing und ein Geschenk von Eduard Schmidt war. Die ersten Aufzeichnungen im Protokollbuch wurden vom damaligen Kommandanten am 9. März 1877 niedergeschrieben. In der 1877 stattgefundenen Generalversammlung wurde der Eintritt in den Kreisverband Waldshut einstimmig beschlossen sowie die entworfenen Statuten des Kommandanten genehmigt. Hier in konnte man beispielsweise lesen, daß der Jahresbeitrag pro Mitglied auf 60,-Mk festgesetzt und ein vorzeitiger Austritt mit 15,-Mk bestraft wurde. Es war auch durchaus alltäglich, ein Mitglied wegen unanständigen Benehmens aus der Feuerwehr zu entlassen. 1878 stiftete Gustav Schmidt dem Verein eine Fahne. Diese wurde im folgenden Jahr, am Feiertag „Peter und Paul" geweiht.1885 wurde Dangstetten als Ort iur den Delegi^rtentag im Mai 1886 ausgewählt. Fürdiesen Anlaß führte die Wehr zahlreiche Übungen durch und beschloß außerdem die Anschaffung von „Tuchröcken". Die Feuerwehr Dangstetten wurde nicht nur im eigenen Dorf, sondern auch von den umliegenden Gemeinden, durch den Hornisten, mit einem Signalhorn alarmiert. |
1888 wurde erstmals eine „Sturmwache" eingeführt. Diese bestand aus 8 freiwilligen Mitgliedern, die für ihre Tätiglceit von der Gemeinde eine Vergütung erhielten. Die Männer wachten beispielsweise nachts bei einem Gewitter mit den „Sturmlaternen".Neu gewählt wurde auch ein „Requisittenmeister". Dieser hatte zur Aufgabe,die Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr zu pflegen und zu warten.Auf Antrag des Kommandanten Eduard Schmidt wurde ein Gesangverein gegründet, dem nur Mitglieder der Wehr angehörten. Diese bereicherten u. a. die jährlich stattfindende Generalversammlung mit schönem Gesang. Im März 1891 zog Eduard Schmidt nach Rheinheim und wurde Ehrenmitglied der hiesigen Feuerwehr. Der bisherige Adjudant Engelbert Amann wurde zum Kommandanten gewählt sowie Josef Leute zu dessen Nachfolger als Stellvertreter. Für Besuche auswärtiger Feuerwehrveranstaltungen wie Delegiertentage oder Stiftungsfeste erhielt die Abordnung, die die Feuerwehr Dangstetten vertrat, jeweils eine Entschädigung aus der Vereinskasse. Der Überschuß aus dieser Kasse wurde in einer sogenannten „Vorschußkasse" angelegt. Im Jahre 1894 stellte die Gemeinde einen Antrag: "Die Feuerwehr solle Nachtwache im Dorf halten zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung."Für das bevorstehende 25 jährige Stiftungsfest mit Delegiertentag wurde dieFeuerwehr einer Inspektion unterzogen." Die Herren haben Übung und Gerätschaften für gut geheißen", wurde im Protokollbuch vermerkt.Für die Feier des 25 jährigen Bestehens, am 8. September 1897 beschloß man, „500 einheitliche Rockknöpfe anzuschaffen". Das Festprogramm wurde erstellt,sowie die Verleihung der Ehrenzeichen für 25 jährige Dienstzeit an folgende 8 Mitglieder geplant: August Schmidt, Peter Roder, Philipp Schmidt,Julius Ritter, Xaver Roder I, Gustav Leute, Peter Maurer, Friderich Mülhaupt I.Die Ausgaben für das Stiftungsfest betrugen 43,53 Mk. In der folgenden Generalversammlung faßte man den Beschluß, daß die „Dekorierten" nur noch an der Hauptprobe mitzuwirken hätten und bei einem Austritt aus der Feuerwehr keine Strafe bezahlen müßten. Die „Dekorierung" der Vereinsmitglieder fand stets am 9. September, am Geburtstag S.k.H. Großherzog Friedrich, statt, der die Ehrenzeichen hierfür stiftete.1898 wurde Gustav Roder als neuer Adjudant gewählt.
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