Am 16. Dezember 1901 brannte in Dangstetten „das, dem Gustav Teufel gehörende Gasthaus zumAdler, samt Scheune und Stallung nieder." Hierbei wurde Feuerwehrkamerad Christian Roder verletzt, so daß er längere Zeit arbeitsunfähig war. Als Entschädigung erhielt er 20,-Mk aus der Vereinskasse.Ein Beschluß des Gemeinderats besagte, daß bei Bränden in Nachbarorten nur 30 Mann, bei weiter entfernten Ortschaften nur 25 Mann auszurückenhätten. Zur Alarmierung der Wehr wurde zusätzlich eine Trommel angeschafft. 1903 wurde ein Sanitätsbereich ins Leben gerufen. 4 Mitglieder ließen sich von einem Arzt unterrichten und mit Verbandszeug eindecken, um bei Unfällen auf dem Brandplatz oder bei Übungen, Erste Hilfe leisten zu können.Kommandant Engelbert Amann legte sein Amt nieder. Gustav Roder wurde neuer Kommandant an seine Stelle als Adjudant trat Albert Mülhaupt.Der Vorstand des Radfahrervereins stellte den Antrag,daß die Radfahrer desFeuerwehrkorps ihre Räder benutzen dürften, um an auswärtige Brandstättenzugelangen.Als Bedingung wurde gestellt, daß auch sie sich zuerst, wie derRest der Mannschaft, am Sammelplatz, im Dorf einzufinden hätten.1905 beschaffte man u.a. einen Rauchschwamm mit Schutzbrille, 5 Messinghelme, 2 neue Sturmlaternen, eine Ledertasche für die Sanitätsgegenstände und 4 Signalhupen. Die hiesige Feuerwehr hatte guten Kontakt zu verschiedenen anderen Wehren. Dieser zeigte sich, in Form von Besuchen mit Übungen und gemütlichem Beisammensein. Im Oktober 1908 stand die Wahl des Kreisvorsitzenden in Säckingen an. Hierbei wurde der hiesige Kommandant Gustav Roder als Ausschußmitglied für den Amtsbezirk Waldshut gewählt.1909 erreichte die Wehr einen Mannschaftsstand von 62 aktiven, 3 passiven und 9 Ehrenmitgliedern.Die Namen sind am Ende der Chronik aufgeführt Auf Anfrage der Feuerwehr übernahm die Gemeinde die Haftpflicht- und Unfallversicherungsprämie für die Wehrmänner.Im folgenden Jahr wurde eine neue Schiebleiter von 10 Meter Länge für 129,80 Mk angeschafft. Die Feuerwehr erhielt 75,-Mk Zuschuß von der Landesfeuerwehrunterstützungskasse; den Restbetrag übernahm die Gemeinde. Am 21. Mai 1912 wurde die Wehr zu einem Brand des Wohn- und Ökonomiegebäudes von Friedrich Gehringer in Dangstetten gerufen. Das 40 jährige Stiftungsfest stand bevor.Es wurde beschlossen, das Fest am 14.Juli 1912, im Baumgarten des Johann Mülhaupt, abzuhalten. Adlerwirt Teufel erklärte sich damit einverstanden, für eine Rückvergütung von 50,-Mkan die Vereinskasse, die Festwirtschaft zu übernehmen.
Man fertigte Holzbänke und Tische für 300 Personen an. Für die Festjungfrauen wurden 12 Schärpen angeschafft; die Häuser schmückte man mit Flaggen.Für 40 Jahre Feuerwehrdienst erhielten Philipp Schmidt, Xaver Roder, Peter Roder und Friderich Mülhaupt das Ehrenzeichen. Am Fest waren etwa 450 Feuerwehrmänner aus dem ganzen Landkreis anwesend. Die Unkosten der Festes von 108,59 Mk wurden aus der Vereinskasse bezahlt. Am 1. Juli 1914 starb Kommandant Gustav Roder. Bis zur nächsten Generalversammlung sollte Adjudant Albert Mülhaupt das Kommando übernehmen.Ab Sommer 1914 wurden „fast sämtliche jüngere Mitglieder der Feuerwehr zur Fahne gerufen." Deshalb mußten auch wieder alle Kameraden ab 25 jähriger Dienstzeit bei Sammlungs- oder Brandsignal unverzüglich erscheinen. Die Wahl des Kommandanten wurde wegen des Krieges verschoben. Im November 1916 übernahm der ehemalige Kommandant Engelbert Amann die Führung der Feuerwehr, da auch Adjudant Mülhaupt eingezogen worden war. Die Kameraden, die im Krieg waren, mußten keinen Jahresbeitrag bezahlen und erhielten vom Verein ein Weihnachtsgeschenk in Form von Eßwaren und Zigarren.Im Dezember ging folgendes „Ersuchen" an den Gemeinderat: „Für die Dauer des Krieges habe sämtliche arbeitsfähige Mannschaft vom 16. bis zum 60.Lebensjahr, bei Feuersgefahr im Orte, auf das Signal hin zu erscheinen. Die jüngere Mannschaft müsse bei den Frühjahrsübungen mitwirken." Bei der Frühjahrsschlußprobe 1917 stürzte JosefTeufel aus dem zweiten Stock des Schulgebäudes und wurde dabei schwer verletzt. Durch den Krieg verlor die Feuerwehr folgende Kameraden: Leo Roder, Hermann Maurer, Julius Ritter, Josef Haberstock und Emil Leute.Im Januar 1919 wurde August Roder zum neuen Kommandanten gewählt;Albert Mülhaupt wurde in seinem Amt als Adjudant bestätigt.Am 24. Dezember alarmierte man die Feuerwehr wegen drohender Wassergefahr, da der Hinterbach oberhalb des Dorfes über seine Ufer getreten war.An der General- versammlung wurde folgender Antrag gestellt: "Indem zur Zeit in unserer Gemeinde das elektrische Licht erstellt wird, solle die Steigermannschaft mit Lederhelmen ausgerüstet werden." Im nächsten Jahr entschloß man sich schließlich, Helmüberzüge für die i,Steiger"zur Verhütung von Unfällen, bei Berührung der elektrischen Leitung, anzuschaffen.Der Telephon" war bei Brandausbruch zur Nachtzeit oft unzuverlässig, deshalb teilte man den umliegenden Gemeinden mit, im Bedarfsfall „Feuermelder" nach Dangstetten zu entsenden.
|